Über mich
Ich bin Aiman — Physiker von der Ausbildung her, AI Researcher und Engineer von Beruf. Ich arbeite bei der Mercedes-Benz AG in Sindelfingen, wo ich gemeinsam mit der Universität Stuttgart zu der Frage promoviert habe, wie sich Fahrzeug-Software-Updates auf die Produktion auswirken. Die Fakten stehen im Lebenslauf — hier geht es darum, was mich antreibt.
Neugier
Die kurze Antwort: Neugier. Ich stelle viele Fragen — vermutlich mehr, als bequem ist —, weil ich Dinge von Grund auf verstehen will und mich nicht damit zufriedengebe, dass sie funktionieren. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass das mein Umfeld genauso herausfordert wie mich selbst — und genau das ist gut so: Wenn beide Seiten ihre Antworten schärfen müssen, kommen beide voran. Einer meiner Lieblingsmathematiker hat es besser formuliert, als ich es könnte:
“Children are not afraid to pose basic questions that may embarrass us, as adults, to ask.”
Dieser Drang, den Dingen auf den Grund zu gehen, ist auch der Grund, warum mich ein Buch mehr geprägt hat als die meisten Vorlesungen: Inside the Machine: An Illustrated Introduction to Microprocessors and Computer Architecture von Jon Stokes. Wer verstehen will, was eine CPU wirklich tut — Pipelines, Caches, Out-of-Order-Execution —, und nicht nur, dass sie schnell ist, fängt am besten dort an. Vieles davon, wie ich über Performance denke, von GPU-Kernels bis zu Datenpipelines, geht auf dieses Buch zurück.
Modelle und Daten
Genau das fasziniert mich an KI: das Zusammenspiel von Modellen und Daten. Ich grabe mich gern in unterschiedliche Modellarchitekturen ein — von klassischem Machine Learning über Transformer bis zu agentischen LLM-Systemen — und will verstehen, was jede von ihnen kann und was nicht. Genauso gern mache ich den weniger glamourösen Teil: die Aufbereitung der Daten. Rohdaten zu bereinigen, zu strukturieren und anzureichern, bis sie ein fruchtbarer Nährboden für ein Modell sind — da entscheidet sich nach meiner Erfahrung der größte Teil des Ergebnisses, und genau das gezielt richtig hinzubekommen, ist für mich der lohnendste Teil der Arbeit.
Darüber reden
Ich rede genauso gern über meine Arbeit, wie ich sie mache. Sie vorzustellen, die eine Frage gestellt zu bekommen, an die man selbst nicht gedacht hat, eine Idee zu verteidigen und manchmal auch loszulassen — die Gespräche rund um die Forschung gehören zum Besten an ihr.
Gegenwind
Abseits des Bildschirms findet man mich am ehesten auf dem Motorrad. Ich liebe das Fahren: die Landschaft, die sich öffnet, den Gegenwind, das Gefühl, Teil der Szenerie zu sein, statt sie nur anzuschauen. Wenn ich nicht fahre, koche ich, fotografiere, kümmere mich um Pflanzen und lese.
Außerdem habe ich ein Faible für klassische Autos. Auf der IAA 2025 in München habe ich lange vor diesem Mercedes-Benz 280 SE 3.5 gestanden — Chrom, Geduld und Ingenieurskunst aus einer Zeit, in der ein Auto noch gar keine Software-Updates kannte. Ich war aber nicht nur zum Vergnügen dort: Mich hat genauso interessiert, wie andere OEMs mit der wachsenden Datenvielfalt im Fahrzeug umgehen — und ich kam mit dem Eindruck zurück, dass große Teile dieses Feldes noch unberührt sind.
Menschen
Vor allem aber verdanke ich den Menschen um mich herum sehr viel. Betreuer, Kolleginnen und Kollegen, Mentoren und Freunde haben geprägt, wie ich denke und wer ich bin — mehr als jedes Buch und jeder Kurs. Das erste Bild stammt vom Tag meiner Doktorprüfung, mit dem Menschen, der durch all die Jahre mein Betreuer, Begleiter, Mentor und Freund war. Das zweite zeigt das Team, das diese Jahre zu dem gemacht hat, was sie waren — hier beim Minigolf, das wir deutlich zu ernst genommen haben.